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Strassenhunde haben (k)eine Zukunft!!!!!

Jeder hatt schon mal von Strassenhunden gehört. Auch wenn wir ihr Leiden und ihre Schmerzen aus unserem Leben verdrängen, es gibt sie!!! Ob in Mailand oder der Türkei, millionen grosse und kleine, junge und alte Hunde ertragen täglich unsägliches Leid, oder sterben, was für sie eine grosse Erlösung ist. Verschliesst nicht die Augen!!! In Bündel  gepackt werden sie lebendig ins Meer geworfen, erschlagen, mit Steinen geworfen, sie fresen Müll, kämpfen Tag für Tag ums überleben, während andere Hunde wie zum Beispiel "Tinkerbell" von Paris Hilton, verwöhnt werden. Die provisorischen Tierheime für Strassenhunde quellen über!!! Helft ihnen, nehmt sie auf, holt sie nach Deutschland oder Spendet wenigstens!!! Lasst sie nicht alleine, denn Strassenhunde haben (k)eine Zukunft!

21.7.07 14:10, kommentieren

Stoppt das Massentöten!!!!

Seit April wüten die Hundefänger in der Stadt: Gefangen und getötet werden auch kastrierte, geimpfte und gutmütige Hunde sowie Haustiere, die sich gerade auf der Straße befinden. Gemäß Erlass des Bürgermeisters ist die ”Liquidierung” der gefangenen Hunde innerhalb von 24 Stunden nach dem Einfangen vorgesehen. Die Tiere werden jedoch sofort nach Eintreffen in einem der beiden Tötungslager auf grausamste Weise umgebracht. Wer einen Hund aus der Hand der Hundefänger retten will, der muss dafür teuer bezahlen. So gehen die Einkünfte der Hunde fangenden Rathausangestellten wöchentlich in die Millionen. Und wo die Hundefänger gerade keinen Erfolg haben, legt "irgendjemand" einfach Gift aus.

 

 

21.7.07 14:18, kommentieren

 

Tiergeschichten unserer Findlingen

heute möchte ich berichten wie es mir so geht. Ich bin ja nun doch
schon ein paar Wochen hier.  
Mit der Minca vertrage ich mich meistens, wenn wir Blödsinn machen
können, sind wir uns immer einig. Unsere Menschen freuen sich
komischerweise gar nicht so über unsere Einfälle.......
Es gibt hier so vieles zu entdecken. Ich passe in jede Ecke und unter
jedes Möbelstück. Das ist ganz praktisch. Ich kann mich vor Minca
verstecken und meine Dosenöffner finden mich auch nicht so schnell, wenn
dicke Luft ist.
Schlafen kann ich überall. Ich habe ein Bett und eine Kuschelhöhle, das
teile ich mir mit der Minca. Manchmal schlafen wir auch zusammen.
Am liebsten schlafe ich bei Herrchen und Frauchen, die haben eine ganz
kuschlige Bettwäsche.
Da schleiche ich mich nachts rein und schaue, wo
ich ein Plätzchen finde. Ausserdem habe ich eine Spielkiste. Da kann man
auch schön drin träumen und wenn man ausgeschlafen hat, gleich weitertoben.

Am Fenster gab es auch einen schönen Platz zum Rausschauen und schlafen.
Aber die Minca wollte den auch immer haben. Nun haben wir wir auf jeder
Seite einen und können zusammen gucken was draussen passiert.
Bei der Frau mit dem weissen Kittel war ich auch schon ein paar Mal. Da
muss ich mich immer auf so ein Teil stellen und dann schauen sie auf ein
Fenster, da kommen Zahlen. Ich habe nur mitgekriegt, dass ich schon
wieder schwerer geworden bin. Ich glaube sie sagten, ich wiege 295 g.
Aber ich habe auch immer Hunger und schmecken tut mir fast alles. Ich
schaue auch oft selber nach, ob es was Leckeres auf dem Tisch gibt. Dann
schimpfen die Menschen mit mir. Aber Kontrolle ist besser und meine
Ohren hören eben nicht alles und ich kann mich danach ja schnell verstecken.
Jetzt habe ich vor ein paar Tagen wieder was Neues entdeckt. Es ist
weiss und nass und kalt, aber toben darin macht Spass.
Ja, das war das Neuste von mir.


Viele Grüsse Flocki
auch von meinen Dosenöffnern viele Grüsse………

Die traurige und unglückliche Weihnachts-Rettungsaktion 2006:

 

Unterwegs mit meinem Cousin, der auf Besuch nach Korinth kam, zeigte ich ihm natürlich alle Sehenswürdigkeiten der Umgebung und dazu gehörte auch die Kanalbrücke wo die Schiffe durch den Kanal von Korinth fahren.

Da haben wir den kleinen schwarzen Welpen entdeckt, TOTAL abgemagert und verzweifelt auf der Suche nach Nahrung.

Als wir von der Taverne zurück kamen, nahm ich Resten mit um ihn zu füttern. Er war noch da und ich konnte ihn füttern. Er war jedoch so scheu, dass jeder Versuch ihn mitzunehmen fehl schlug. So entschloss ich ihn am nächsten Tag wieder zu besuchen und zu füttern. Ich fand ihn auf der anderen Strassenseite auf kapputen Matrazen liegen, neben drei Mülltonnen.

Er war glücklich über das Futter und Wasser, aber er lies sich immer noch nicht in die Nähe kommen. So ging ich am nächsten Tag wieder hin.

Am nächsten Tag hatte der kleine Gesellschaft bekommen:

    

Ich habe sie Bonny und Clide getauft. Auch diese zwei waren total scheu und ich konnte sie nicht anfassen! So entschloss ich am nächsten Tag wieder zum füttern vorbei zu gehen, es war der 25. und ich hatte viele leckere Sachen dabei.......Am 26. ging ich dann zum Einfangen hin, ich warf ein Stück Fleisch und stand genau darüber, Snoopy (der schwarz-weisse) kam und schnappte sich das Fleisch und ich schnapte mir Snoopy........  Leider hat dies Bonny und Clide erschreckt und waren überhaupt nicht mehr in die Nähe zu bekommen. .....

Snoopy war nicht richtig glücklich, bis er ein gutes Fressen bekam und den weichen Schlafplatz entdeckte.

Er lies sich sogar noch am selben Abend streicheln...! Bonny und Clide wollte ich jedoch nicht einfach zurück lassen und ging am selben abend nochmals zur Brücke, sie waren jedoch nicht mehr da...

Aufgeben würde ich natürlich nicht und so bin ich am 28. nochmals zur Brücke gefahren um die zwei abzuholen. Es war traurig was ich vorfand......

Ich kam ca 2 Stunden zu spät............... es ist mir immer noch unerklärlich wie Bonny  zu tode kam auf einer totalen Nebenstrasse die nur zu einem Haus führt! Bremsspuren habe ich auch keine gefunden!!!!!!! Wie es aussieht ist sie mit den Vorderpfoten in ein Motorrad geraten und so zutode gekommen. Wenigstens hat sie nicht gelitten, sie war sofort tod. Ich zeige dieses Bild hier auch nur, da genau dass der Grund ist, weshalb ich mich den armen Tieren widme, um sie davor zu bewahren! Solche Bilder sehe ich fast täglich.......!!

Für Bonny kam jede hilfe zu spät, aber der kleine Clide konnte ich gerade noch sehen wie er einem grossen Hund folgte und auf der anderen Strassenseite verschwand.  Ich rief ihm und zeigte ihm die Büchse Hundefutter und da rannte er wie verückt auf mich zu!! Ich war sooo froh, ich konnte wenigstens ihn retten. Als ich beim Auto an kam, war da eine junge Griechin die ganz aufgeregt meinte, sie hätte auch einen Welpe gefunden in beige, ich sagte ihr dass diese leider nicht mehr lebe, aber sie meinte sie hätte noch eine gefunden, ob sie sie mir geben kann. Natürlich!!! sehr gerne. So konnte ich doch zwei Welpen retten, Bamby und Clied:

       

 Leider ist das provisorische Gehäge nicht sehr ausbruchsicher und Snoopy will unter keinen Umständen im Gehäge sein ding verrichten und hat ein Ausgang gefunden. Snoopy und Clide sind so zufrieden und gehen keine 2 meter von ihrem neuen Zuhause weg, nur Bamby ist nicht aufzufinden!! Ich hoffe wir finden sie Morgen.... ! ich möchte sie wirklich nicht auch noch verlieren!!................ Leider bekomme ich über die Festtage auch keinen Zaun ! es ist wie verhäxt.... Ich werde auf jeden Fall nichts unversucht lassen....

Ich habe dann am 30. Dez. über 2 Stunden nach Bamby gesucht, keine Spur!! Sie ist wie vom Erdboden verschlukt! Heute morgen 31. Dez. habe ich angerufen und gefragt wie es Snoopy und Clide geht? Die Antwort war schokierend, da Clide verschwunden sei!!!! Jetzt habe ich gemerkt das da etwas nicht stimmt und fragte ob der Albaner, der dauernd Müll anschleppt da war? Ja, war die Antwort und da ging mir ein Licht auf! Den die Strassenhunde gehen nicht freiwillig von einem Platz mit Gesellschaf, Kissen Futter und Wasser weg!! Jemand nimmt sie weg! Dieser jemand ist dieser Albaner. Wer hätte das gedacht, man klaut mir die kleinen um Geld zu verdienen, den gratis hat er die zwei sicher nicht her gegeben....!

Ich bin ausser mir und kann es kaum fassen !!! Beweise habe ich dass die zwei bei mir waren und ich habe ihre Photos in allen Tierarzt-Paxis in Korinth abgegeben, mit der Bitte mich zu informieren, wenn sie die Welpen sehen. Der Albaner konnte ich sehr Einschüchtern, da ich ihm mit der Polizei drohte, leider hat er mir die Welpen nicht zurück gebracht. Er streitet es hartnäckig ab, dass er sie genommen hätte. Da die zwei Welpen "Snoopy und Clide " am Morgen sehr früh zusammen gesehen wurden und nachdem der Albaner gesehen wurde bei den Welpen und auch selber zu gab, er habe sie gefüttert..... war der Clide verschwunden, so gibt es für mich keinen Zweifel, dass er es war!!! Sonst war da keiner und der Reitstall öffnet erst ab 17.00 uhr.......Unglaublich!!!!!!

Leider habe ich kein Anruf erhalten von einer Person die die beiden gesehen hätte....................10.Febr. 2007

 

Snoopy 

 Der süsse Snoopy ist uns jetzt geblieben und wir haben für ihn ein gutes Zuhause gefunden.

 

Er weicht nicht von seinem neuen Zuhause, auch wenn es noch provisorisch ist, er findet es das Paradies. Er hat sich gut entwickelt und hat die Angst verloren die er hatte gegenüber neuem und Menschen.....

 

 

21.7.07 14:22, kommentieren

Das sollte mal zum Nachdenken anregen!!!

Ein ehemaliger Straßenhund kommt ins Haus und berichtet:
Die Menschen fragen sich: Was ist zu beachten, was müssen wir wissen??

Und nun meine Antwort:
Meine genaue Vorgeschichte ist mein Geheimnis und das genaue Geheimnis kann ich wunderbar für mich behalten und soll auch mein Geheimnis bleiben. Jedoch zum besseren Verständnis will ich euch so einen kleinen Einblick in so ein Straßenhundleben geben.

Egal, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Hund, kastriert oder nicht kastriert, jung oder alt, gesund oder krank handelt, müssen unsere zukünftigen Ernährer sich vor Augen halten, ich war ein Überlebenskünstler auf der Straße, im Wald, am Strand, auf den Feldern, in Ruinen oder sonst wo immer. Ganz allein auf mich gestellt habe ich es geschafft immerhin nun (ja, wie alt ist denn ihr zukünftiger Hausgenosse?) „so“ alt zu werden.

Die Menschen müssen sich das so verstellen: Morgens, wenn die Sonne aufgeht, liege ich auf der Straße und überlege, wo bekomme ich nun etwas Fressbares her? Also stehe ich auf, ach ja, als erstes erledige ich mein Morgengeschäft. Da vorne, zwei Schritt weiter, da ist es genau richtig und dann streune ich so durch die Straßen oder Wege oder Wälder oder an den Stränden entlang, ständig auf der Hut vor Menschen die mir nicht wohlgesonnen sind; vor anderen Hunden, die stärker sind als ich; vor Katzen; vor Autos; vor Zügen; vor Flugzeugen etc.. Ich habe meine Nase, Ohren und Augen ständig überall, damit mir nichts entgeht, was mich angreifen/bedrohen könnte, was für mich fressbar oder trinkbar ist, wo ich sicher schlafen könnte. Ach ja, auch vor Kindern bin ich auf der Hut, vor Männern und vor Frauen.

Also wandere ich so umher: Oh, da liegt ein Krümelchen Brot, schwups aufgefressen, bevor ein Kumpel, der gerade in der Nähe war, es aufschnappen konnte. Da, noch ein Stückchen Pizza, flugs mal dem Kumpel, der sich noch immer in meiner Nähe aufhält, die Zähne gezeigt (mit den Worten: „Vorsicht, dies ist mein Stück Pizza&ldquo und schon habe ich auch dieses Stück im Bauch (es soll für Heute mein Letztes sein). Ach ja, ein bisschen Wasser wäre jetzt auch nicht schlecht. Also mache ich mich auf und suche eine Pfütze. Oh je, ein riesiges Hupkonzert geht los, da habe ich doch vor lauter Durst tatsächlich nicht die Autos beachtet. Auch der Sinn einer Ampel etc. ist mir vollkommen fremd. Gerade noch mal geschafft, ich bin nicht angefahren worden. Schließlich ist es Mittag und nirgendwo ein nettes Plätzchen zu sehen. Halt doch, da vorne, unter diesen Stufen, da habe ich schon mal gelegen, da könnte ich mich nun auch hinlegen. Also krieche ich unter diese Stufen, die mir auch ein bisschen Schatten spenden. Gerade liege ich so eine halbe Stunde schläfrig herum, da kommt ein Mann und geht erst vorbei. Ich schließe wieder meine Augen und „AUA“ da bekomm ich doch tatsächlich einen Tritt in meinen Popo, fliege einen halben Meter weit, lande ziemlich unglücklich und springe auf und eile davon. Diese Stelle werde ich mir als „nicht sicher“ merken. Abends, wenn es dunkel wird, streune ich noch immer durch den Ort auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz. Mittlerweile bin ich todmüde, denn der heutige Tag war arg anstrengend für mich. Ein größerer schwerer Rüde war – ungewollt - mein ständiger Begleiter und jedes Mal, wenn ich gerade etwas Fressbares gesehen hatte, war er schneller, drohte mir und ich ging leer aus. Mein Magen grummelt, schon wieder einmal nicht satt geworden, zu trinken gibt’s heute auch nichts mehr und nun fängt auch noch ein Platzregen an. Wohin, wohin?? Ich schreie es ganz laut. Da, ist ein Brett, dahinter müsste ich passen. Also, nichts wie hin. Oh je, ist das eng hier, aber immerhin, ich passe irgendwie hinein und bekomme nicht den ganzen Regen ab. Es dauert, wenn es einmal beginnt zu regnen, ihr nennt es Dauerregen, Tage, bis dass mein Fell wieder trocken ist und ich mag es gar nicht leiden. Stellt euch vor, ihr wäret dann die ganze Zeit draußen ohne Schutz. Oh weh, ich war fest und tief eingeschlafen, muss wohl mächtig müde gewesen sein, auf jeden Fall sind da ganz freundliche Stimmen an meinem Ohr. Sie maulen nicht mit mir, sie treten mich nicht, sie schlagen mich nicht, sie reden nur ganz freundlich auf mich ein. Solch nette Stimmen hatte ich schon lange nicht mehr gehört. Irgendwie wurde mir ganz anders und bevor ich mich versah, hatten sie mich eingefangen. Nun wehrte mich ganz doll, aber ich hatte keine Chance, die Schlinge um meinen Hals saß so fest, sie zog sich immer weiter zu, ich bekam kaum noch Luft. PANIK!! So ging es in ein Auto, ich erstickte fast, und oh staun, dort waren schon viele meiner Kumpels. Aber, wie roch es in dem Wagen: Nach Angst, nach Tod, nach Grausamkeiten. Dann kamen wir an so einem Ort an. Es roch entsetzlich nach Tod. (Tötungsstation). Auf einmal wieder nette Stimmen und diese gehörten (das weiß ich natürlich erst heute) Tierschützern. Sie verhandelten mit den Hundefängern und irgendwie – nach endlosen Stunden in dem schrecklichen Auto (ohne Trinken, ohne Fressen, alle hatten schon mal Pipi gemacht oder Ähnliches) – schafften die Tierschützer es, einige von uns zu retten. Nun ging es also in ein anderes Auto und ins Tierheim.

Im Tierheim angekommen, war ich ganz mächtig aufgeregt, nervös, hungrig, durstig, müde. Was gäbe ich jetzt für ein ruhiges Plätzchen. Ich kam in einen riesigen Zwinger, außer mir saßen da noch so viele andere Hunde herum, von denen ich natürlich keinen kannte. Ich war ein Fremder unter Fremden. Also musste ich nun erst einmal beweisen, wer ich bin. Gegen einige konnte ich mich durchsetzen, gegen einige nicht, diese waren stärker und ich erlitt einige Wunden. Wo nur war ich gelandet?? Ich hatte so etwas noch nie gesehen. Aber immerhin, nachdem ich unter meinen Kumpels geklärt hatte, wer ich bin, wie stark ich bin und ähnliches Wichtiges mehr, konnte ich mir einen Platz zum Schlafen ergattern und schlief vollkommen erschöpft ein.

Am nächsten Morgen, die Nacht war arg kurz, brach ein riesiger Tumult los. Was war los?? Menschen!! Was würden sie tun??? Einige meiner Kumpels beruhigten mich – keine Angst, dies sind liebe Menschen. Sie geben uns was zu fressen, nur, hier müssen wir nur ein bisschen kämpfen darum, einige sind stärker und nehmen immer direkt die besten Stücke in Beschlag. Soweit so gut. So langsam verstand ich die Sache hier. Es gab zu fressen, zu trinken, einen gesicherten Schlafplatz, nette Kumpels, stärkere Kumpels (vor denen musste man sich in Acht nehmen). Aber alles in allem: besser als auf der Straße. Irgendwann kam dann auch –wie ich mittlerweile weiß – ein Tierarzt. Impfte und guckte mich an, ich wehrte mich natürlich heftig. Ich wurde narkotisiert und kastriert, bekam eine Täto-Nummer ins Ohr und einige Wochen später saß ich im Flugzeug. Mein Gott, ist das aufregend. Ich sitze in einer Flugbox, sehe nicht viel, es ist ein Höllenlärm, meine armen Ohren, die Motoren vom Flugzeug sind doch mächtig laut, tausend Pakete stehen um mich herum, kein einziger Geruch ist mir bekannt – und dann bekomme ich richtig Angst. Wie man mir später erzählte, landet so ein Flugzeug auch. Dann geht es über die Rollbahn und schon wieder ganz viele Menschen. Nichts kenne ich mehr. Wo bin ich nur gelandet?? Hilfe, ich will raus hier. Und nun geht es wieder ins Auto – wo fahren wir denn bloß hin ? – und wieder sprechen die Menschen mit ganz lieber beruhigender Stimme auf mich ein und dann lande ich irgendwann in meinem neuen Zuhause.

Noch nie in meinem Leben war ich in einem Haus. Man muss sich das mal so vorstellen: Ich habe auf der Straße gelebt, jeden Moment in meinem Leben musste ich auf mein Leben acht geben, und nun bin ich in einem Haus. Was tue ich bloß hier und nun meine hoffentlich neuen lieben Menschen, lasst mir ganz viel Zeit für meine Eingewöhnung. Ich weiß es nicht besser. Ich konnte mein Geschäft immer verrichten, wann immer ich Druck auf meiner Blase oder Darm verspürte. Auf der Straße gibt es keinen Staubsauger, kein Fernsehen, kein Radio, keinen Wecker, zwar jede Menge Lärm, den kenne ich, aber es gibt auch keine Küchenmaschine, keine Waschmaschine, kein Wohnzimmer einfach kein gar nichts was so üblich im Haus ist.

Und stellt euch nur mal vor, bis heute bin ich immer frei herumgelaufen, ohne Halsband und ohne Leine.

Nun meint ihr, ich müsste diese Dinge tragen und auch direkt an der Leine laufen. Aber bedenkt, eine Schlinge hatte ich bereits schon mal um den Hals und es war mir nicht gut bekommen (Tötungsstation – Rettung), also lasst sicherheitshalber ein Halsband immer an und macht auch direkt ein Namensschildchen mit Adresse und Telefonnummer und Telefongeld dran, falls ich durch irgendetwas in den ersten Tagen abhanden kommen sollte.

Also zurück zum Spazieren gehen. Nun trage ich also ein Halsband und es ist auch noch so eine Leine an mir dran. Die ersten Male wenn ihr mit mir losgeht, seht euch vor und erschreckt nicht. Ich kann nicht an der Leine laufen. Ich springe vor und zurück, überschlage mich mehrfach und irgendwann sehe ich ein, dass es viel einfacher ist, wenn ich einfach mitlaufe und mich eurem Schritt anpasse. Bevor ich das jedoch perfekt beherrsche, kann das schon mal übelst aussehen und denkt auch daran: Die Nachbarn und die Freunde wissen immer alles besser, seit einfach geduldig mit mir, schimpft nicht mit mir, lobt mich einfach, wenn ich es auch nur im Ansatz richtig gemacht habe. Ich werde es schon begreifen.

Am besten geht ihr spätestens alle 2-3 Stunden mit mir nach draußen (falls ich nicht einfach in den ausbruchsicheren Garten kann) damit ich meine Geschäfte verrichten kann und dann gebt mir einfach viel, viel Zeit. Nach einer mehr oder weniger langen Eingewöhnungsphase werde ich alles kennen gelernt haben und mich an mein neues Leben gewöhnt haben. Dann wird eine Zeit beginnen, in der ich merke, ich habe ein Zuhause, diese Menschen lieben mich heiß und innig und ich werde euch heiß und innig und voller Dankbarkeit lieben. Nie mehr werdet ihr einen besseren Freund/Begleiter/Kumpel finden als mich.

Diesen Brief habe ich geschrieben, damit all die Menschen, die sich für einen ehemaligen Straßenhund entscheiden, nicht ihre Geduld vergessen und auch nicht aufgeben, weil es gar nicht so klappen will, wie die Menschen sich das vorgestellt haben, ich brauche nicht wie ihr angenommen habt 1-2 Wochen bis dass ich mich eingewöhne, nein ich brauche viel länger. Es geht mal besser und mal schlechter. Manchmal seit ihr am Verzweifeln, aber ich weiß eins ganz gewiss: Es kommt garantiert die Zeit, in der ich liebend gern dein Freund sein will, und niemals wollt ihr mich dann noch mal hergeben. Also, noch ein kleines bisschen Geduld.

Vergesst niemals: Ich bin ein erwachsener, kampf- und lebenserprobter „Welpe“.
Ich, Euer Straßenhund.


Anmerkung des Übersetzers:
So oder so ähnlich, kann das bisherige Leben Ihres Straßenhundes verlaufen sein. Es kann besser oder schlimmer gewesen sein.
Ihr ehemaliger Straßenhund kann auch schon mal ein Zuhause gehabt haben, wo er jedoch nicht mehr geliebt und einfach von dannen gejagt wurde.
Es kann eine längere oder eine kürzere Zeit dauern, bis dass sich Ihr ehemaliger Straßenhund bei Ihnen eingelebt und Vertrauen gefasst hat.
Vergessen Sie bitte niemals dabei, Ihr ehemaliger Straßenhund erlebt 24 Stunden am Tag und das über 7 Tage in der Woche und über 30 Tage im Monat ständig etwas Neues. Es ist für ihn nichts mehr so, wie es einmal war und alles, aber auch alles was an einem Tag passiert und alles was er sieht ist erst einmal neu für ihn!
Bitte verlieren Sie nicht Ihre Geduld. Sie wird auf jeden Fall belohnt werden und später werden Sie sagen: "Das war mein bester Hund".

21.7.07 14:25, kommentieren

AUSGESETZT UND ABGESCHOBEN!!!

Ausgesetzt Täglich kommen neue Hunde ins Tierheim. Entweder sie werden auf der Strasse eingefangen, von Besitzern abgegeben oder die Urlaubern bringen die Vierbeiner ins Tierheim. Nicht selten liegen morgens Welpen in einer Plastiktüte oder in einer Kiste vor dem Eingangstor, ältere Hunde einfach am Gitter angebunden. Da nicht alle Hunde im Tierheim bleiben können, müssen die meisten Hunde wieder auf die Strasse. Die gesunden Hunde bringt das Personal nach der Kastration und der Impfung an seinen Fundort zurück. Damit diese Vierbeiner nach längerer Zeit noch erkannt werden, bekommen sie eine rote Ohrmarke. Ausserdem sind diese Hunde kastriert und geimpft. Schwer verletzte Hunde dürfen im Tierheim bleiben, sie werden medizinisch behandelt. Nicht selten kommt aber jede Hilde zu spät. Sie lag mit offenen Wunden und gebrochenen Hinterbeinen auf der Strasse. Er war am ganzen Körper voller Schrotkugeln. Der kleine süsse Vierbeiner musste eingeschläfert werden.. Für mich ist es aber immer besonders traurig wenn ein Hund nach der Kastration und Impfung wieder auf die Strasse kommt. Nicht selten findet man dann den liebenswerten Vierbeiner krank, angefahren, tot auf der Strasse oder am Strand. Ich frage mich dann immer wieder WARUM? Clara hatte auch mein Herz erobert. Sie wurde wieder am Strand ausgesetzt. Leider lebt sie nicht mehr.

1 Kommentar 21.7.07 14:28, kommentieren

Findet ihr das gut?

C E P O  (Falle)                 Pflegeplatz gefunden!!!!

21.7.07 15:55, kommentieren

DAS haben alle zu Verantworten!

DIESER NOCH RELATIV JUNGE HUND WAR MONATE LANG VON DEN NACHBARN GESEHEN WORDEN, WIE ER SICH AUS ABFÄLLEN ERNÄHRTE.

EINES TAGES DANN TRAT ER IN EINE DER GEFÜRCHTETEN UND VERBOTENEN SCHNAPP-FALLEN, SEINE VORDERPFOTE BLIEB DARIN HÄNGEN.
DAS TIER LITT HÖLLISCHE QUALEN UND ENDLICH HAT SICH EIN MANN AUS DEM ORT GETRAUT, AUF DEN AUSLÖSER DER FALLE ZU TRETEN, DAMIT SIE SICH ÖFFNET.
DUMMERWEISE HABEN DIE HELFER VERGESSEN DEN HUND VORHER ANZULEINEN, DAS TIER SPRANG SCHREIEND AUF UND RANNTE WEG.
ERST 2 TAGE SPÄTER KONNTE DER KLEINE ENDLICH EINGEFANGEN WERDEN. BEIM TIERARZT HAT ER WOHL DAS ERSTE MAL IN SEINEM LEBEN EINIGE STREICHELEINHEITEN ERHALTEN... DAS VERÄNGSTIGTE TIER MUSSTE ERST BERUHIGT UND MIT SCHMERZMITTELN VERSORGT WERDEN, ES BRAUCHT WOHL KEINE WEITERE ERKLÄRUNG, WIE SEHR DER ARME HUND LEIDEN MUSSTE, BIS SEINE RETTERIN IHN ZUM TIERARZT BRINGEN KONNTE!

DIE FRAU, DIE IHN ZUM TIERARZT  BRACHTE LEBT MIT VIELEN TIEREN IN SANTA OLALLA, EINEM KLEINEN DORF IN DER NÄHE VON TOLEDO, IN ZENTRALSPANIEN. SIE HAT WEDER DIE MITTEL NOCH DEN PLATZ UM DEN ARMEN HUND NACH SEINER AMPUTATION AUFNEHMEN ZU KÖNNEN.

21.7.07 15:56, kommentieren